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AIDAvita – Samstag, 19.09.2009

6. März 2010
Hey, hey, Klabautermann – unser Schiff ist dein Zuhaus’,
huh, huh, und wenn’s dir passt, sinken wir mit Mann und Maus
Hey, hey, Klabautermann – darauf noch ein Glas mit Rum
Huh, huh, verlass dich drauf, einen Seemann haut‘ nichts um
(Dschingis Khan – Klabautermann)

Der zweite Tag lief recht gemächlich ab. Di und Cal konnten halbwegs ausschlafen, und die einzige Verpflichtung, die sie an diesem Tag hatten, war die Seenotrettungsübung um 10:20 Uhr. Und auch hier nahmen sie mich wieder nicht mit! Nicht, dass ich als alter Seebär das nötig gehabt hätte, aber Pflicht ist nun einmal Pflicht!

Die Übung verlief recht glatt und war demzufolge auch schnell beendet. Di passte auch problemlos in die Weste hinein, das hatten sie am Vortag schon nachmittags ausprobiert. Sie wussten, wo sie hin mussten, und waren auch rechtzeitig am Sammelplatz – immerhin war der Generalalarm mit sieben kurzen und einem langen Ton nicht zu überhören gewesen!

Im Laufe des Tages wurde die See dann immer unruhiger, es gab auch immer wieder Gewitter. Cal und Di verbrachten trotzdem viel Zeit an der frischen Luft, besonders an einem wind- und regengeschützten Platz an Deck 6. Sie hatten die Schiffsbibliothek entdeckt und sich von dort Lesestoff besorgt, und noch Tage später konnte ich Cal beobachten, wie sie das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Doch, man kennt ja die Landratten, ließ sie sich immer wieder vom Wetter ablenken – besonders schnell, als sie die Entstehung einer Windhose beobachten konnten. Wie sie einige Tage später erfuhren, bedeutet ein solches Ereignis keine Gefahr für das Schiff, da es (im Gegensatz zum Beispiel zu einem Tornado) einen Durchmesser von nur etwa zehn Metern hat (Zitat des Zweiten Offiziers: „Wir könnten auch mitten durch fahren. Da würden vielleicht ein paar Stühle durch die Gegend fliegen, aber mehr würde auch nicht passieren.“) Beeindruckt waren die beiden Landratten trotzdem.

Am Abend besuchten Di und Cal dann den ersten Auftritt des AIDAvita-Showensembles im schiffseigenen Theater und waren begeistert! Ich musste natürlich wieder in der Kabine bleiben, wie üblich, aber ich habe die beiden anschließend darüber reden hören. Es war wohl eine Seemannsshow, spielte in Hamburg-St.Pauli und beinhaltete diverse Seemannslieder, von klassischen Shantys wie dem Drunken Sailor oder My bonnie is over the ocean über Hans Albers’ Auf der Reeperbahn nachts um halb eins und Freddy Quinns Junge, komm bald wieder bis zu den Comedian Harmonists mit Das ist die Liebe der Matrosen.

Aida, Sonnenuntergang

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