Skip to content

AIDAvita – Donnerstag, 24.09.2009

12. März 2010
Valencia es la tierra de las flores, de la luz y del amor
Valencia tus mujeres todas tienen de la rosas el color
Valencia la sentir como perfume en tus huertos el azahar
quisiera en la tierra Valenciana mis amores encontrar.
(José Padilla – Valencia)

Auch heute war die Nacht recht früh zu Ende, was Cal veranlasste, unter Knurren das Bett zu verlassen. Ich verstand dabei nur Satzfetzen wie „Kein Urlaub“ und „ausschlafen“. Kann sich wohl jeder denken, was sie da meinte. Trotzdem waren beide pünktlich am Treffpunkt zum Ausflug.

Hier in Valencia bekam Di dann doch noch ihre Formel-1-Rennstrecke zu sehen, die sie eigentlich liebend gern in Monaco besuchen wollte. Doch auch in Valencia verläuft der Kurs direkt am Hafen, sodass man Teile der Strecke recht gut erkennen kann. Vom Schiff aus ging es durch den Hafen unter der Führung von Reiseleitung Bettina zur Ciudad de las Artes y de las Ciencias, zur Stadt der Künste und Wissenschaften also. Dieser noch recht neue Stadtteil Valencias umfasst einige sehr innovative und gleichzeitig kreative Bauten wie die Palau de les Arts Reina Sofía, die Oper von Valencia, das L’Hemisfèric, ein IMAX-3D-Kino, das wie ein öffnendes und schließendes Auge konstruiert ist, den L’Umbracle, einen Schattengarten, und das Oceanográfico, das große Aquarium der Stadt, zu dem wir später noch kommen werden. Erstmal ein paar Bilder.

Valencia, L'Umbracle

Valencia, L'Umbracle

Valencia, L'Hemisfèric

Valencia, Palau de les Arts Reina Sofía

Valencia, Tennisstadion

Anschließend ging es mit dem Bus weiter durch die Innen- und Altstadt. Man verließ das Gefährt am Rathaus, wo die halbe Busbesatzung erst einmal die öffentlichen Toiletten stürmte – unter ihnen Cal, die sich sehr über die dort aushängende, sehr penible Anweisung zum Händewaschen zur Vermeidung der Schweinegrippe amüsierte. Und über die Milchglastüren der WC-Kabinen. Sie summte danach immer mal wieder etwas vor sich hin, was klang wie Da ist ’ne Glastür zwischen Zimmer und Klo… Was auch immer sie damit meinte.

Zunächst lief die Gruppe aber weiter zum zentralen Markt von Valencia. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Märkte in Hallen untergebracht, was angesichts der Temperaturen und der teilweise leicht verderblichen Ware sicherlich auch sinnvoll ist. Bettina erzählte vor dem Eingang etwas über den Markt, dann ließ sie die Meute für eine Weile laufen und selbst den Markt erforschen.

Valencia

Nach dem Freigang ging es zu Fuß weiter zur Seidenbörse, der Lonja de la Seda, einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das unter dem Schutz des Weltkulturerbes steht. Es war das erste Handelsgebäude dieser Größe der Welt, wenn ich das durch den Rucksack richtig mitbekommen habe, und Cal hat sich gleich darin verliebt – was wohl auch mit den vielen Wasserspeiern zusammen hängen mag. Einer davon hat auch prompt eine Ladung losgelassen und die halbe Gruppe befeuchtet.
Im Inneren der Börse herrscht schon fast eine sakrale Atmosphäre, was sicherlich auch der hohen, bogenförmige Decke geschuldet ist. Tatsächlich gibt es dort eine eigene kleine Kapelle und sogar ein Gefängnis – wenn jemand damals versucht hat zu bescheißen, dann kam er stante pede ins Verließ.

Weiter lief man dann durch die Gassen der Stadt zur Kathedrale. Diese ist über die Jahrhunderte immer wieder umgebaut worden, sodass sie über mittlerweile drei Eingänge verfügt, die aber alle unterschiedlichen Stilepochen entspringen (Gotik, Romanistik und Barock) und sich somit überhaupt nicht gleichen. Im Inneren der Kathedrale soll übrigens der Heilige Gral aufbewahrt werden, was Cal nur eine Grimasse und ein Murmeln „Wie war das doch gleich mit der Reliquienverehrung?“ in Richtung Di entlockte.

Valencia

Valencia, Lonja de la Seda

Wieder im Bus ging es vorbei am ehemaligen Flussbett des Turia zurück in Richtung Hafen. Nach mehreren verheerenden Überschwemmungen hat man den Fluss umgeleitet und das Flussbett aus der Stadt heraus verlegt. Das bisherige Flussbett hat man in eine riesige Grünanlage umgewandelt, die auch gerne von den Einwohnern genutzt wird.

Zum Abschluss besuchten sie das schon oben erwähnte Oceanográfico, dem größten Aquarium Europas. Neben Fischen leben hier auch Weichtiere, Haie, Vögel, Reptilien, Wale und Delfine sowie Robben. Leider mussten Di und Cal ziemlich hetzen, um zumindest einen großen Teil des Aquariums zu sehen, denn die Zeit wurde langsam knapp, was beide sehr enttäuscht hat (Kommentar Di: „Das nächste Mal bitte weniger Stadt und mehr Aquarium!“) Statt großartiger Schilderungen lasse ich hier am besten einfach Bilder sprechen:

Valencia, Oceanográfico - Fisch

Valencia, Oceanográfico - Fische

Valencia, Oceanográfico - Taucher

Valencia, Oceanográfico - Schildkröte

Valencia, Oceanográfico - Vogel

Valencia, Oceanográfico - Vogel

Valencia, Oceanográfico - Robbe

Valencia, Oceanográfico - Seestern

Valencia, Oceanográfico - Krabbe

Valencia, Oceanográfico - Fisch

Valencia, Oceanográfico - Seelöwen

Wieder am Schiff angekommen, blieben Cal und Di auch an Bord, den zum einen sollte die AIDAvita heute schon um 17 Uhr wieder auslaufen, zum anderen war es mit fast 30°C im Schatten brüllend heiß, und beide waren froh, als sie sich etwas erholen konnten.

Am Abend gingen sie wieder ins Theater, zur Abschiedsshow, und es war das erste Mal, dass Cal mich mitnahm – zum Essen, ins Theater und sogar in die Bar! Am Ende der Show stellten sich die Mitglieder des Ensembles zum Spalier am Ausgang auf, und Di wurde von einer der Sängerinnen angesprochen: Sie hatten gesehen, dass sie vor allen Dingen bei der Musicalshow mitgesungen hatte, und hatten sich darüber gefreut. Womit dann auch die Frage beantwortet war, wie weit die Sänger und Tänzer eigentlich ins Publikum schauen konnten – weit genug!

Aida, Calypso-Restaurant

Aida, Theater

Es folgte dann der übliche Absacker an der Bar, und Cal bestellte mir sogar etwas zu trinken – einen „Dodo“, einen alkoholfreien Kindercocktail! Bah, ein Glas Rum wäre das Richtige gewesen!

Aida, Cocktail

2 Kommentare leave one →
  1. 14. März 2010 07:15

    Sehr schöner Reisebericht..auch wenn der Neidfaktor ziemlich hoch ist🙂

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: