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HSV vs. Wetzlar

12. Mai 2010

War irgendwie ein seltsames Spiel gestern. Gut, ich habe ohnehin nicht so viel wie sonst mitbekommen, weil ich a) müde und b) unkonzentriert war, aber Bruderherz hat es schon recht treffend beschrieben, als er meinte, dass beide Mannschaften sich nichts tun wollten. Gefährdet war der Sieg zu keiner Zeit, aber wir hatten trotzdem nicht den Eindruck, dass „unsere“ Jungs wirklich 100% gegeben haben. Na gut. Sieg ist Sieg. Spannend ist trotzdem was anderes, man merkte es daran, dass L. in der Reihe vor uns sich mehr für das Hallenheft als für das Spielfeld interessierte und ich irgendwann krampfhaft versuchte, den Sponsor auf dem Rücken der Wetzlarer Spieler zu entziffern. (Ist mir übrigens bis zum Ende nicht gelungen. Die Schrift war aber auch winzig.)

Irgendwie entwickeln sich meine Gedankengänge gerade eher in Richtung eines Jogi-Bitter-Artikels, merke ich gerade. Einige wissen’s vielleicht, er ist der Torhüter beim HSV. Oder besser, einer der beiden. Und ich finde das immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich er, von außen betrachtet, auf und neben dem Spielfeld wirkt. Neben dem Spielfeld – sehr ruhig, sehr nett und sehr freundlich. Wir haben es ja selber gemerkt, als er sich auf dem Rathausmarkt bei der Pokalfeier mit allen möglichen Fans hat fotografieren lassen. Auf dem Feld dagegen wird er zum Tier, schreit und macht seine Mitspieler auch mal zur Sau 😉

Und doch blitzt auch auf dem Feld mal der „nette“ Jogi durch. Gestern zum Beispiel, als einer der Wetzlarer (ich glaube, es war Smoler) beim Angriff weh tat. Die HSVer leiteten sofort den Gegenstoß ein, da der Ball daneben gegangen war, und somit flitzten alle wieder zur gegenüberliegenden Seite, inklusive Schiris. Der einzige, der logischerweise blieb, war Jogi, und er war es auch, der sich sofort um Smoler kümmerte, auch wenn der sich schon wieder aufrappelte… Mir gefällt das immer, wenn die Spieler sich um einander kümmern, auch wenn sie eigentlich Gegner sind.

Oh, und wenn ich schon gerade bei Jogi bin – Bruderherz ist mir manchmal echt unheimlich. Aber dazu muss ich etwas weiter ausholen.

Wir sitzen in der Halle ziemlich genau auf Höhe der Torauslinie und können somit auch ziemlich gut erkennen, ob ein Ball drin war oder nicht. Nun war gestern ein Tor verdammt knapp – knapp, aber drinnen. Jogi hatte das allerdings nicht sehen können, war aber gerade schon dabei, sich aufzuregen, weil die Schiris das Tor gegeben hatten. Dabei guckt er ins Publikum, und Bruderherz neben mir fängt an, Zeichen zu machen, dass der Ball wirklich drin war. Und was passiert? Mitten in den ganzen 9.115 Zuschauern nimmt Jogi ausgerechnet ihn wahr, versteht die Zeichen, hebt nochmal fragend die Brauen, Bruderherz nickt bekräftigend, und Jogi hebt den Daumen und regt sich wieder ab. Ich fand’s… faszinierend, gelinde gesagt

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